5. Kooperation
5.1 Grundschule
Die Zusammenarbeit zwischen unserer Kindertageseinrichtung und der Grundschule „Valentina Tereschkowa“ ist in einem Kooperationsvertrag festgelegt. Dieser wird jährlich aktualisiert.
In ihm sind die Aufgaben der Schule und des Kindergartens festgeschrieben. Unsere gemeinsamen Ziele werden mit Hilfe eines Maßnahmenplanes im jeweiligen Schuljahr umgesetzt. Bei einem gemeinsamen Elternabend mit der Verbindungslehrerin werden die Eltern über methodische Vorhaben und Ziele informiert. Weiterhin findet, in Begleitung der Erzieher*innen, die Erfassung der Lernausgangslage der Schulanfänger*innen in der Grundschule statt und die Ergebnisse werden an die Eltern und die Kindertageseinrichtung zurückgemeldet. Im Rahmen der Schulanfängerclubs finden drei Besuche in der Grundschule statt, so dass die künftigen Schulanfänger*innen das Schulhaus, den Sportunterricht und eine Unterrichtsstunde kennenlernen können. Die Verbindungslehrerin hospitiert zwei bis drei Mal im Schuljahr in den Gruppen und bespricht die Beobachtungen mit den Erzieher*innen. Jedes Jahr besuchen die Schüler*innen der vierten Klasse unsere Einrichtung, lesen Märchen und Geschichten vor und zeigen somit, was sie schon alles gelernt haben. Diese Maßnahmen unterstützen die Kinder beim Erreichen ihrer individuellen Schulfähigkeit, bauen stabile Brücken im Übergang in die Schule und stellen einen wichtigen Aspekt in der Schuleingangsphase dar.
5.2 Terra Nova Campus
Seit September 2013 besteht ebenfalls ein Kooperationsvertrag mit dem Terra Nova Campus, Entdeckerschule für körperbehinderte und schwerstmehrfachbehinderte Kinder in Chemnitz.
Eine Verbindungslehrerin besucht mehrmals im Monat die Kinder in den Fördergruppen und führt individuelle schulvorbereitende Fördereinheiten durch, um die Kinder optimal für die Schule einschätzen zu können. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Heilpädagoginnen und Erzieher*innen mit heilpädagogischer Zusatzqualifikation.
5.3 Hort
Die Schulanfänger*innen besuchen vor der Schulaufnahme den Hort „Kappelino“ in der Valentina-Tereschkowa Grundschule. Dabei haben die Kinder die Möglichkeit an einer Freizeitgestaltung im Hort teilzunehmen und den Alltag des Hortes kennenzulernen.
5.4 Interdisziplinäres Frühförderzentrum
In unserer heilpädagogischen Kindertagesstätte arbeiten täglich Therapeuten des Interdisziplinären Frühförderzentrums Chemnitz. Kinder mit Eingliederungshilfe erhalten auf ärztliche Verordnungen im Tagesablauf Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Sehfrühförderung, Heilpädagogik sowie Wassertherapie. Die Therapien werden von externen und internen Therapeuten des Frühförderzentrums angeboten.
Bei allen Therapieformen ist der Kontakt und Austausch zwischen Erzieher*innen, Heilpädagogen und Therapeuten gewährleistet. Dabei werden wichtige Informationen zum jeweiligen Kind und die Übernahme von angebahnten Therapiezielen in den Alltag integriert.
5.5 Sehfrühförderung
Für Kinder mit einer Seheinschränkung kommt eine Therapeutin der mobilen Förderung vom „Landeszentrum zur Betreuung Blinder und Sehbehinderter“ in unsere Einrichtung. Die Therapien finden auf ärztliche Verordnung einmal wöchentlich statt.
5.6 Kindertagespflege
Kinder welche bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres durch eine Kindertagespflege betreut wurden, wechseln daraufhin in eine Kindertageseinrichtung. Diesem Wechsel ist ein verbindliches Verfahren unterlegt, welches den Eltern, der Kindertagespflege und den Kindertageseinrichtungen bekannt ist. Im Vorfeld besteht auf Wunsch der Eltern und auf Umsetzbarkeit durch die Tagespflege die Möglichkeit, erste Kontakte bei Spielstunden in den zukünftigen Kindergruppen der Einrichtung zu knüpfen, um den späteren Wechsel für die Kinder fließender zu gestalten. Weiterhin bestehen Kooperationen mit verschiedenen Tagesmüttern. Dabei kommen die Tagesmutter und die Kinder zum Spielen in unsere Kleinkindgruppe. Dies ermöglicht den Kindern der Tagespflege in einem größeren Gruppenverband soziale Interaktionserfahrungen zu sammeln und für das pädagogische Fachpersonal bietet sich die Möglichkeit in fachlichen Austausch zu treten. Die Einrichtungsleitung sitzt in regelmäßigen Abständen in der Arbeitsgruppe „Kooperation Kita- Tagespflege“ an einem Tisch, um die Zusammenarbeit zu beschreiben. Perspektivisch sollen in dieser Arbeitsgruppe Kooperationsverträge entstehen, welche die Verbindlichkeiten in der Zusammenarbeit beinhalten. Dabei sollen die Übergänge für die Kinder betrachtet und optimiert, Verfahrensweisen bei Personalausfall geregelt und der fachliche Austausch der pädagogischen Mitarbeiter*innen gestärkt werden.
5.7 Ärzte
Um körperliche Besonderheiten unserer Kinder beachten zu können, ist es notwendig, je nach individueller Situation des Kindes, Rücksprache mit den behandelnden Ärzten bzw. in Diagnostiken Einsicht zu nehmen. Besonders guten Kontakt hat unsere Einrichtung zum Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) und dem Audiologisch-Phoniatrischen Zentrum (APZ).
Bei den Einschulungsuntersuchungen sehen wir uns (besonders bei Kindern im heilpädagogischen Bereich) als „Sprachrohr“ des Kindes. Bei Bedarf bzw. auf Wunsch der Eltern helfen wir beim Finden des entsprechenden Schulweges.
Je einmal im Jahr findet bei uns im Haus eine zahnärztliche Untersuchung und eine Zahnprophylaxe mit Fluoridierung (der heilpädagogischen Kinder) statt.
Für alle Kinder der Kita kommt 2x im Jahr Frau Dr. Bernhardt mit ihrem Team zur Zahnprophylaxe in unser Haus. Dabei werden den Kindern spielerisch die Regeln beim Zähneputzen und eine gesunde Ernährung, mit der Bedeutung für die Erhaltung der Zahngesundheit vermittelt.
5.8 Zusammenarbeit mit Ämtern
Unsere Kooperationen mit staatlichen Einrichtungen umfasst verschiedene Abteilungen des Amtes für Jugend und Familie der Stadtverwaltung Chemnitz, sowie Sozialämter in Chemnitz und Umgebung.
Das Jugendamt ist Ansprechpartner in fachlichen und dienstlichen Abläufen und Prozessen.
Das Sozialamt ist Ansprechpartner bei Gewährleistungs- und Kostenzusagen bzw. Übernahmen für Kinder mit Einzelintegration und Kindern mit erhöhtem Förderbedarf. Diese werden gewährleistet nach Zuarbeiten und fachlichem Austausch von Förderplänen und jährlichen Hilfeplangesprächen.